Die Variabilität des Herzrhythmus

als Gradmesser der Gesundheit


Messung und Auswertung mit Hilfe der Herzfrequenzvariabilität


1. Grundlagen zur Herzfrequenzvariablität (HRV):

Die HRV ist eine Messgröße der neurovegetativen Aktivität und der autonomen Funktion des
Herzens. Sie beschreibt die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von Herzschlag zu
Herzschlag (RR-Abstand) laufend zu verändern, um sich inneren und äußeren Belastungen
des Herzens anzupassen. Diese Anpassungsfähigkeit des Herzens basiert auf einem
optimalen Zusammenspiel des sympathischen und parasympathischen Nervensystems.
Eine gute Herzfrequenzvariabilität erreicht der Körper, wenn eine Balance zwischen Sympathikus
und Parasympathikus besteht (Sympathikus = das Gaspedal beim Auto wird betätigt und der
Parasympathikus = die Bremse ist technisch gut gewartet und wird verantwortungsvoll eingesetzt).
Mit Hilfe der Messungen und Auswertungen der Herzfrequenzvariabilität durch das System
„Varicor“ wird das Zusammenspiel zwischen Sympathikus und Parasympathikus deutlich.


2. Messung der Herzfrequenzvariabilität mit Varicor:

Die Hardware besteht aus dem Brustgurt = Sender zur Erfassung der ermittelten Herzfrequenz
und dem Empfangsmodul. Die Erfassung und Auswertung der Herzschläge und die Übertragung der Daten erfolgt digital. Die Abstände der einzelnen Herzschläge (RR-Abstand) bzw. deren
Fluktuation bei Herzfrequenzen ist kleiner 120 bpm auf der Empfangsseite mit einer Auflösung von
mindestens 1 ms.
 Die Messgenauigkeit liegt bei 780 μs. Eine störungsfreie Übertragung bis 50 m zwischen Sender
(Gurt) und Empfänger ist gewährleistet. HighTech auf kleinstem Raum!


3. Auswertung der Herzfrequenzvariabilität mit Hilfe der Grafiken von Varicor:

Zwei Grafiken zeigen die Auswertung eines Patienten mit guter Herzfrequenzvariabilität und die
eines Patienten mit sehr stark verminderter Anpassungsfähigkeit der Herzfrequenz an körperlichen
Belastungen. Die Messungen dauern 7 min., der Patient sitzt oder liegt während der Messung
ruhig und entspannt.
Forschungen in den USA haben gezeigt, dass eine Depression das Risiko einer koronalen
Herzkrankheit, eines Herzinfarktes oder des plötzlichen Herztodes mehr als verdoppelt.
Sowohl Herzfrequenzvariabilität als auch Depression sind Ausdruck und Maß
eingeschränkter Anpassungsfähigkeit an innere und / oder äußere Belastungen. Bei einem
depressiven Patienten muss deshalb die Herzfrequenzvariabilität untersucht / therapiert werden
und umgekehrt.


Vor 1700 Jahren schrieb der chinesische Arzt Wang Shuhe:

„ Wenn der Herzschlag so regelmäßig wie das Klopfen des Spechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von 4 Tagen sterben“.

 

Abbildung 1 und 2: Grafik eines Patienten mit sehr schlechter Herzfrequenzvariabilität

Grafik eines Patienten mit sehr guter Herzfrequenzvariabilität 

Grafik eines Patienten mit sehr guter Herzfrequenzvariabilität


Abbildung 3 und 4: Grafik eines Patienten mit sehr guter Herzfrequenzvariabilität

 

 


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Juli 2011 um 09:20 Uhr